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Richtige Trennung von Verpackungen

 

Kunst- und Verbundstoffe

Kunst- und Verbundstoffe halten wir täglich in unseren Händen. Wenn der Joghurtbecher leer gelöffelt und die Milchpackung ausgetrunken ist, werden sie entsorgt! Danach ist die Sache für uns erledigt. Aber der Recyclingweg der Kunst- und Verbundstoffe fängt dann erst an.
Verpackungen sind zum Beispiel Getränke-, Kaffee- und Vakuumverpackungen. Als Verbundstoffe werden Materialien bezeichnet, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Werkstoffen bestehen, die vollflächig miteinander verbunden sind. Dazu zählen Tablettenverpackungen oder Getränkeverpackungen. Alles, was nicht zu den Verpackungen zählt, wie Kinderspielzeug, Zahnbürsten, Gummistiefel, Gartenschläuche oder Strumpfhosen gehören nicht in die Kunst- und Verbundstoffverpackungen, sondern in den Restmüll.
Eine der modernsten Sortieranlagen ist die Tiroler Recycling GmbH der Unternehmen DAKA und Höpperger. In Pfaffenhofen bei Telfs werden die Kunst- und Verbundstoffe über 86 Förderbänder so weit aufgearbeitet, dass die Kunststoffe bis zu 98% sortenrein sind und gepresst zur Wiederverarbeitung in die Industrie transportiert werden.
Aus der hochwertigen Charge der Kunst- und Verpackungsstoffe, wie PET-Flaschen, können Fleece- oder Primaloftjacken gefertigt werden. Ein Teil der recycelten PET-Flaschen wird wiederum der PET-Flaschenproduktion zugeführt. Die Kunst- und Verbundstoffe wie Joghurtbecher können zu Gartenbänken, Blumentöpfen, Lärmschutzwände oder zu Füllmaterialien für Textilien verarbeitet werden. Österreichweit werden von den 207.000 Tonnen gesammelten Leichtverpackungen 88% wiederverwertet.
Verunreinigte und vermengte Kunststoffabfälle dienen als Energielieferant. Kunststoffe sind ein wertvoller Energieträger, da diese unter anderem aus Rohstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas hergestellt werden. Ein Kilogramm Kunststoff liefert dabei so viel Heizwert wie ein Liter Heizöl.
Die Kunststoffabfälle, die wir tagtäglich in unseren Händen halten und oftmals achtlos in den Müll werfen, sind wertvolle Rohstoffe, die sowohl stofflich als auch energetisch verwertet werden. Kunst – und Verbundstoffe sind eben mehr als nur Plastik.

Verpackungsmaterialien aus Aluminium oder Metall

Verpackungsmaterialien aus Aluminium oder Metall gehören zu den Metallverpackungen.
Zu den Metallverpackungen zählen beispielsweise Dosen, Aluminiumfolien oder restentleerte Spraydosen. Verbundstoffe, wie Chipsverpackungen, Töpfe, Pfannen oder Spraydosen mit Restinhalten gehören nicht in den Metallabfall. Ebenso werden die Nespressokapseln in einer eigenen Sammlung gesammelt.
Altmetalle und Verpackungen aus Aluminium enthalten wertvolle Rohstoffe. Insbesondere Aluminium, das bei der Herstellung viel Energie benötigt, schont durch Recycling die Rohstoffe und die Umwelt.
Vor der Wiederverwertung werden die Eisenmetalle (Gusseisen und Stahl) von den Nichteisenmetallen, den sogenannten Buntmetallen wie zum Beispiel Aluminium, Kupfer und Zinn, durch Sortiermaschinen getrennt.
Aus Aluminiumverpackungen werden sowohl hochwertige Produkte, wie Fensterprofile, Fahrradrahmen oder KFZ-Teile (z.B. Alufelgen), als auch blanke Folie (Schokoladefolie etc.) oder lackierte bzw. bedruckte Aluminiumverpackungen (Getränkedosen, Joghurtbecherdeckel etc.) hergestellt.
Die restlichen Altmetalle werden eingeschmolzen und in der Industrie als Ausgangsmaterial für Hochgeschwindigkeitsschienen oder Gehäuse für Waschmaschinen verwendet.

Glas – Aus alt mach neu

Ob Bunt- oder Weißglas denkt man sich oft – Glas ist Glas. Warum also trennen? Die genaue Trennung ist deswegen so wichtig, weil aus Weißglas wieder Weißglas und aus Buntglas wieder Buntglas wird. Fehlwürfe müssen mit hohem Aufwand aussortiert werden. Denn bereits eine grüne Flasche reicht aus, um 500 kg Weißglas grünlich einzufärben und damit unbrauchbar zu machen.
Als Buntglas gelten farbige Glasflaschen wie Weinflaschen, Bierflaschen oder gefärbte Parfümflaschen. Zum Weißglas zählen Produkte aus klarem Glas, wie beispielsweise Hohlgläser oder klare Mineralwasserflaschen.
Nicht zum Altglas gehören hingegen Glühbirnen, Keramik oder Porzellan. Diese kommen in den Restmüll! Trinkgläser, alte Spiegel oder Glasvasen werden im Flachglascontainer entsorgt.
Nicht aussortierte Fremdstoffe verringern die Festigkeit der neuen Glasverpackung, insbesondere Keramik oder Ton. Beim Schmelzen zerfallen diese zu Granulaten, die das Glas verunreinigen und brüchig machen. Dadurch verschlechtert sich die Optik des Glases und kann somit nicht weiterverarbeitet werden.
Für die Wiederverwertung von Bunt- und Weißglas ist es daher besonders wichtig, dass gewissenhaft getrennt wird. Glas kann unendlich oft eingeschmolzen werde. Dadurch kann Energie gespart und Rohstoffe geschont werden.
Zweifelsfrei, denn das österreichische Glasrecyclingsystem zählt zu den besten der Welt. Mit Sammelleistungen von über 230.000 to im Jahr und Recyclingquoten von über 85% seit vielen Jahren, ist Österreichs Glasrecyclingsystem in der EU als vielbeachtetes Vorbild etabliert. Dass die Tiroler so nebenbei die weltweit höchste Prokopf-Sammelquote von 39,90 kg Altglas pro Jahr erreichen ist auch auf unseren Tourismus zurückzuführen.

Gehört alte und kaputte Technik zum alten Eisen?

Neueste Computer, Smartphones oder Fernseher müssen gekauft werden, sobald sie im Handel erscheinen. Doch was wird aus den, meist noch funktionierenden, Altgeräten?
Nur die Hälfte aller defekten Elektroaltgeräte werden bei offiziellen Sammelstellen abgegeben. Der andere Teil wird bei den Nutzern zu Hause gelagert, landet als Fehlwurf im Restmüll oder wird illegal ins Ausland ausgeführt. Dort werden die Altgeräte auf riesigen Müllhalten deponiert oder verbrannt: ohne Rücksicht auf die Menschen oder die Umwelt.
Dabei steckt in den vermeintlichen Altgeräten eine Vielzahl von wertvollen Materialien, die als sekundäre Rohstoffe zurückgewonnen werden können. Frontgläser von Bildschirmen können aufgrund ihres Gehaltes an Barium oder Konusgläser aus Blei zur Wiederverwertung in der Glasindustrie oder in der Bleiverhüttung genutzt werden. Ebenso sind sowohl die Eisen-, Aluminium-, Kupfer- und Edelmetallteil (Leiterplatten) als auch die wiederverwertbaren Kunststoffe für die Recyclingindustrie von Interesse.
Elektroaltgeräte können kostenlos bei Ihrem Recyclinghof in der Nähe abgegeben werden, da bereits beim Kauf die Entsorgungsgebühr bezahlt wurde. Wichtig ist: Vorher bei Handys, Radios oder MP3-Playern die Batterien oder Akkus zu entfernen, da sonst unnötig Schadstoffe beim Recyclingprozess des Elektro- und Elektronikschrotts eingebracht werden. Die Batterien können im gleichen Zug beim Recyclinghof in der Batteriebox abgegeben und im Rahmen der Problemstoffsammlung entsorgt werden.
An den Recyclinghöfen werden vier Gruppen von Elektroaltgeräten unterschieden:

  • Großgeräte: Herde, Waschmaschinen, usw.
  • Kleingeräte: Radios, CD- und DVD-Player, Computer, Küchengeräte, Handys, usw.
  • Bildschirmgeräte: TV- und Computer-Bildschirme, usw.
  • Kühlgeräte: Kühl- und Gefrierschränke, Klimageräte, usw.

Alte und kaputte Technik ist kein altes Eisen, das sinnlos in Müll geworfen werden muss. Es verstecken sich wichtige Ressourcen in den Geräten, die durch richtige Entsorgung wiederverwertet dem Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.